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Archive für Januar 2008
Neuer Skandal in Athener Ministerium
14.1.2008 von admin.
11.01.2008
Christos Zachopoulos, früherer Generalsekretär im griechischen Kulturministerium und Vertrauter des Premierministers, hat vier Tage vor Heiligabend 2007 einen Selbstmordversuch begangen. Er stürzte sich vom Balkon seiner im vierten Stock liegenden Wohnung. Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr, liegt aber weiter nicht ansprechbar auf der Intensivstation.

Seit Wochen bestimmen die Berichte über angebliche dunkle Machenschaften auf politischer Ebene und die außerehelichen Eskapaden des hochrangigen konservativen Politikers die ersten Seiten der griechischen Presse und die TV-Berichtserstattung.
In den Medien war Zachopoulos zuvor eher vertreten durch sein moralisierendes Eintreten für die Rückkehr des Parthenon-Frieses aus dem British Museum in die griechische Heimat, wobei er gerne sein Empfinden für Recht und Unrecht anführte.
Medienkundig war auch sein mangelndes Gespür für den Schutz des antiken Heiligtums von Olympia, das vorigen Sommer von den schweren Bränden auf der Peloponnes unmittelbar betroffen war.
In einem Abschiedsbrief, den Zachopoulos hinterließ, ist von Erpressung die Rede. Seine frühere Assistentin und Geliebte, eine 35-jährige Archäologin, deren Arbeitsvertrag nicht verlängert worden war, hatte die gemeinsamen Zusammenkünfte gefilmt und auf einer DVD dokumentiert, welche dann dem Pressesprecher des Premierministers zugespielt wurde. Sie sitzt nun wegen des Verdachts der Erpressung Zachopoulos` in Untersuchungshaft.
Weiterungen erhielt der Skandal durch Meldungen über angebliche Korruptionsfälle im Kulturministerium, wonach Zachopoulos archäologisch geschützte Gebiete illegal als Bauland frei gegeben habe. Zudem folgte am 4. Januar ein weiterer Selbstmordversuch, nämlich des Athener Anwalts Iraklis Koutelidas. Dieser warf sich vor einen Lastwagen, überlebte aber ebenfalls mit schweren Verletzungen. Er war der Anwalt der inhaftierten Geliebten Zachopoulos` und hatte zuvor brieflich erklärt, er fühle sich als Opfer einer Hexenjagd durch die Presse; die Medien hätten ihn öffentlich als Erpresser abgestempelt.
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Streiks und schleppendes Arbeitstempo in der Griechischen Justiz
14.1.2008 von admin.
14.01.2008
Der Koordinierungsausschuss aller griechischen Anwaltskammern beschloss am letzten Wochenende in einer ausserordentlichen Sitzung einen landesweiten Ausstand der Rechtsanwalte fur Donnerstag, den 17.01.2008. Damit soll im Rahmen der Verhandlungen mit dem Athener Arbeitsministerium den Forderungen nach einer gunstigeren Regelungen der Renten Nachdruck verliehen werden.
Der Ausschuss kundigte bereits jetzt an, weitere Streiks in seiner fur den 19.01.2008 anberaumten Konferenz beschliessen zu wollen, falls das zustandige Ministerium nicht vorher positiv reagiere.
Im ubrigen gibt es an verschiedenen Gerichten Griechenlands auch lokale Arbeitskampfmassnahmen der Justizangestellten, sodass mit weiteren Prozessverzogerungen zu rechnen ist.
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