Sie befinden sich aktuell in den Kanzlei Rath Aktuelles Blog-Archiven für den folgenden Tag 26.3.2007.
- 7.5.2012: Parlamentswahlen vom 6.Mai 2012
- 3.3.2012: Kartoffeln ohne Zwischenhändler
- 6.12.2011: Bankfachmann wir neuer griechischer Ministerpräsident - Haushalt 2012 verabschiedet
- 29.9.2011: Zahlungsfähigkeit griechischer Unternehmen deutlich verringert
- 31.5.2011: Durchstich im größten Balkantunnel
- 7.3.2011: Kandidatur für Europäische Jugendhauptstadt 2014
- 10.2.2011: Athen als Immobilienstandort derzeit aussichtslos
- 8.10.2010: Erneuter Streik bei griechischer Eisenbahn am 14.10.2010
- 8.9.2010: Regierungsumbildung
- 16.7.2010: Aldi verlässt Griechenland
- Mai 2012
- März 2012
- Dezember 2011
- September 2011
- Mai 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Oktober 2010
- September 2010
- Juli 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- Juli 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Juni 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- Oktober 2007
- September 2007
- August 2007
- April 2007
- März 2007
Archive für 26.3.2007
Kanzlei Rath Aktuelles
26.3.2007 von admin.
Kanzlei Rath Aktuelles
Geschrieben in Kefali | Comments Off
Griechische Sozialversicherungsträger werden überprüft
26.3.2007 von admin.
(12. KW 2007)
Unregelmäßigkeiten beim Anlageverhalten einiger Versicherungskassen führten Mitte März 2007 zu öffentlichem Aufsehen und Korruptionsvorwürfen seitens der Oppositionsparteien und waren nun der Anlaß, dass sich die konservative Athener Regierung zu einem Maßnahmenkatalog bezüglich der selbstverwalteten griechische Sozialversicherungsträger entschloß.
Hintergrund:
Neben der Sozialversicherungsanstalt IKA, der die Mehrheit der griechischen Arbeitnehmer etc angehören und die die größte Einrichtung der sozialen Sicherheit in Griechenland ist, gibt es noch eine Vielzahl weiterer gesetzlicher Grund- und Zusatzversicherungen (s. Fachartikel Social Security System in engl. Sprache). Einige der selbstverwalteten Sondersysteme für bestimmte Berufsgruppen waren ob ihrer Kapitalanlagekonzepte und dabei zu Lasten der Versicherten abgeflossener Provisionen in Millionenhöhe zuletzt in den Medien scharf kritisiert worden. Bei der Versicherungskasse für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst war der Rücktritt des Verwaltungsrats gefordert worden, nachdem ein offizieller Untersuchungsbericht des Athener Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherheit ein Fehlverhalten festgestellt hatte, dass zu einer Schädigung dieser Rentenkasse iHv. 5 Mio Euro geführt hatte. Danach waren Beträge dieser Größenordnung für Provisionen und Bearbeitungsgebühren an dubiose Börsengesellschaften geflossen.
Maßnahmen:
Nach einer Krisensitzung der beteiligten Minister –auch das Ressort Wirtschaft und Finanzen war involviert, insbesondere da griechische öffentliche Anleihen gehandelt und gemakelt wurden, und zwar schon Monate bevor sie im Februar 2007 überhaupt ausgegeben wurden—
wurde nun eine vorläufiges Verbot der diversen Aufsichtsbehörden ausgesprochen an die Adresse der Versicherungskassen für Anlagen in Schachtel-Obligationen unter Beteiligung von makelnden Finanzdienstleistungsgesellschaften.
Auch soll eine Kontrollkommission die seit 1998 getätigten Anlagen der Versicherungskassen genau durchleuchten.
Weitere Maßnahmen:
Weiterhin wurde verfügt, dass bei Käufen von Staatsanleihen keine höheren Kurse oder Zuschläge gezahlt werden dürfen, als die offiziellen Tageskurse, die von der griechischen Zentralbank veröffentlicht wurden.
Schließlich nimmt die Regierung die Vorgänge zum Anlaß, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu überarbeiten im Sinne einer strengeren Aufsicht über die griechischen Sozialversicherungsträger; sie werde eine Gesetzgebungskommission einsetzen, die schon bis Juni Vorschläge für eine tiefgreifende Reform vorlegen werde.
Geschrieben in Allgemein | Keine Kommentare »