Zahlen zur illegalen Beschäftigung in Griechenland

22. November 2016

Schwarzarbeit sind legale Tätigkeiten (nicht Straftaten), die aber illegal ausgeführt werden z.B. die Werkleistung des Klempners, der bar ohne Rechnung bezahlt wird, ohne dabei Umsatzsteuer und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen.

In Deutschland wird ihr Anteil auf  5–10 % des Bruttoinlandsproduktes geschätzt; dies liegt im internationalen Mittelfeld. Die Schwarzarbeit ist verpönt und wird vom Finanzministerium mittels der Zollverwaltung bekämpft; aktuell ist hierzu eine neue Gesetzesinitiative in Arbeit.

In Griechenland gibt es Anzeichen, dass die
Schwarzarbeit leicht zurückgeht, allerdings
macht die illegale Beschäftigung hier geschätzt zwischen 20 und 25 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts aus.

Nach einer aktuellen Veröffentlichung der Universität von Makedonien in Thessaloniki liegt  die Quote für das Jahr 2015 bei  22,4% des BIP, was € 42,8 Mrd entspäche.     Damit gäbe statistisch gesehen jeder Grieche durchschnittlich € 750.- jährlich für Schwarzarbeit aus.
Die Gründe seien vielfältig und die seit 2008 andauernde Wirtschaftskrise verschärfe die Situation, da die grassierende Arbeitslosigkeit und die hohen Steuern bei den Bürgern den Spielraum für Ausgaben sehr einschränkten. So sei Schwarzarbeit häufig die einzige Möglichkeit, überhaupt seinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Steuerhinterziehung wird oft als Kavaliersdelikt angesehen: „Die Bürger haben den Eindruck, sie bekommen nur qualitativ schlechte Dienstleistungen vom Staat und dem Gesundheitssystem etc, weshalb viele nicht einsehen, warum sie Steuern oder Sozialabgaben zahlen sollten und lieber schwarz arbeiten .“

Hinzu komme, dass die steuerlichen Verpflichtungen, auch bei den online-Steuererklärungen, ein solches Ausmaß angenommen haben, dass man ihnen ohne Steuerberater nicht mehr nachkommen könne.

weiterführend:
http://www.efsyn.gr/arthro/panakrivi-mas-diafthora
http://www.ekathimerini.com/214327/article/ekathimerini/business/shadow-economy-costs-the-state-16-bln-euros-a-year

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