Dreitägiger Staatsbesuch Bundespräsident Gaucks in Griechenland – Forderungen nach Reparationen zurückgewiesen

Bundespräsident Joachim Gauck ist mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt vom 5. bis 7. März 2014 zu einem Staatsbesuch in die Hellenischen Republik gereist. Der Besuch in Griechenland stand stärker als erwartet im Zeichen der griechischen Forderungen nach Milliarden-Reparationen für die Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg 1941-44. Die Bundesregierung hat dies bisher mit Hinweis auf die Rechtslage abgelehnt; auch Gauck sagte dazu, er meine, der Rechtsweg dazu sei abgeschlossen.gauck-akropolis-3-2014

Nach Theodor Heuss (1956), Richard von Weizsäcker (1987) und Johannes Rau (2000) hat Bundespräsident Joachim Gauck so deutlich wie keiner seiner Vorgänger bei seinem jetztigen Staatsbesuch in Griechenland um Vergebung für deutsche Kriegsverbrechen gebeten.

In Athen standen Gespräche mit seinem griechischen Amtskollegen Papoulias und dem Parlamentspräsident Evangelos Meimarakis, ein Besuch der Akropolis und eine Rede im neuen Akropolis-Museum zum Thema „Europa: Erbe und Zukunft“ auf dem Programm. Am 7.März reiste er mit Staatspräsident Karolos Papoulias in dessen Heimatregion Epirus. Dort haben beide Präsidenten das Dorf Lingiades besucht, in dem Wehrmachtssoldaten während des Zweiten Weltkriegs ein Massaker an Zivilisten verübten. In der Hauptstadt der Region, Ioannina, besuchten beide Präsidenten die Jüdische Gemeinde. Am 25. März 2014 jährt sich zum 70. Mal die Deportation der jüdischen Bevölkerung Ioanninas nach Auschwitz.

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